|
Seit ungefähr Mitte März 2009 gibt es die Cellini Classic. Dieses Modell ist der Vorgänger der Cellini Premium mit einem gebürtetem Gehäuse und der polierten Frontplatte.
Die Classic ist das perfekte Einsteigergerät im Zweikreis-Segment. Obwohl sie einen optisch etwas schlichteren Auftritt als die Premium V2 Serie hat unterscheidet sich die Maschinen in der qualitativen Verarbeitung nicht.
Was ist anders als bei der Cellini Premium ?
- Pressostat vom Vorgängermodell (dennoch wird dieser Pressostat in fast allen anderen Zweikreismaschinen eingesetzt und ist deswegen ein Standardbauteil, das sich bewert hat)
- Manometer für die Kesseldruckanzeige
- Dampfknöpfe, Griffe von Siebträger und Brühgruppenhebel vom Vorgängermodell
- keine Kesselisolierung
- die äußeren Bodyparts sind aus gebürstetem Edelstahl ... (sehr stylisch)
- Gummifüße
Unsere Meinung zur Cellini Classic: Die meisten Unterschiede zur Cellini sind rein optisch. Durch das gebürstete Edelstahl und die Griffe und Dampfknöpfe vom Vorgängermodell, die aus matten Kunststoff gefertigt sind bekommt die Maschine einen schlichteren Auftritt (was wir aber keineswegs als Manko sehen). Man merkt, dass der Standardpressostat etwas ungenauer die Temperatur regelt,... aber wie der Name schon sagt, eigentlich ist genau das der Standard in dieser Maschinenkategorie. Das Preisleistungsverhältnis bei der Cellini Classic stimmt !
Man sollte immer bedenken, dass eine gute Mühle auch einen wichtigen Teil zum perfekten Espresso beisteuert, ... und das Bundel z.B. (Cellini Classic & Ascaso Steel) bekommt man fast zum gleichen Preis wie nur die Cellini Premium.
Was bedeutet professionell?
Grundsätzlich gibt es zwei verschieden professionelle Systeme. Zum einen Thermo Syphon und zum anderen Dual Boiler. Professionelle Geräte arbeiten mit 2 Heizkreisläufen. Im StandBy stehen diese Maschinen konstant auf der Kaffee, Teewasser und Dampftemperatur. Der Boiler ist mit einer Kesselfüllstandsonde ausgerüstet, die immer ein bestimmtes Sollfüllstandslevel aufrecht erhält. Bei Wassermangel im Boiler füllt somit die Maschine automatisch nach. Dies ermöglicht es dem Benutzer jeder Zeit ohne Aufheizphase den Dampf zu benutzen. Paralleles Arbeiten (Kaffeeproduktion & Aufschäumen) ist auch möglich. Der Entlüftungsvorgang nach dem Aufschäumen entfällt ebenfalls.
.jpg)
Das Thermo Syphon System ist das am häufigsten verwendete System bei professionellen Maschinen. Die Grundkonstruktion besteht aus zwei Komponenten, Kessel und Steigrohr. Das Kesselvolumen ist in der unteren Hälfte mit Heißem Wasser gefüllt, in der oberen Hälfte befindet sich Dampf. Die zweite Komponente, dass Steigrohr ist i.d.R. mittig, diagonal im Boiler verbaut. Das Brühwasser für die Kaffeeproduktion wird von der Pumpe aus dem Wassertank direkt in das Steigrohr gefördert. Durch die Temperaturübertragung des Materials des Steigrohrs mit dem Heißen Wasser und dem Dampf im Kessel wird das kalte Wasser auf die Kaffeebrühtemperatur erhitzt.
Nach der Dampfentnahme
Trotzdem sollte nach dem Milchaufschäumen ein kurzer Dampfstoß über das Dampfventil entlassen werden, da nach dem Aufschäumen ein Vakuum entsteht, wodurch ein wenig Milch hoch in das Dampfrohr gesaugt wird. Falls kein Dampfstoß entlassen wird, kann die hereingesogene Milch das Dampfrohr und im schlimmsten Falle das Ventil verkleben.
Brühgruppe
Die hebelgesteuerte Faema Brühgruppe arbeitet mit einer Vorbrühung. Diese wird durch einen verzögerten Druckaufbau erreicht. (Die Maschine startet bei ca. 4 Bar Pumpendruck und steigt langsam konstant auf die 10 - 13 Bar Endpumpendruck für die Kaffeeproduktion an.) Durch diese Verzögerung des Druckaufbaus hat das Kaffeemehl Zeit zu quellen und der Benutzer hat die Möglichkeit noch mehr Aromen aus dem Kaffee heraus zu filtern. Die hebelgesteuerte Faema Brühgruppe arbeitet komplett mechanisch und ist aktiv beheizt, um das Material der Gruppe und den Siebträger optimal zu temperieren.
Kessel
Der Kessel besteht aus Kupfer und hat ein Volumen von ca. 1800ml. Bei Zweikreisgeräten wird das eigentliche Boilervolumen in den unteren 50 % für das Teewasser genutzt und die oberen 50 % für den Dampf. In diesem Boiler befindet sich ein Steigrohr welches i.d.R. quer von unten nach oben verläuft. Das Wasser für die Kaffeeproduktion wird immer frisch aus dem Tank ansaugt und durch dieses Steigrohr geschleust. Es wird innerhalb von Sekunden auf die Kaffeetemperatur erhitzt und läuft dann durch die Brühgruppe über den Kaffee in die Tasse. Durch dieses System stehen den Benutzer jeder Zeit Kaffee- , Tee- und Dampftemperatur zur Verfügung.
|