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Kommen wir nun zu der Zubereitung
eines perfekten "Espresso".
Um die Bohnen richtig zu mahlen, regulieren Sie die Entfernungen zwischen den Mahlrädern ihrer Mühle. Wenn das Wetter feucht ist, sollte ein zu feines Pulver vermieden werden; mahlen Sie die ausreichende Menge, um Ihren Bedarf für etwa eine halbe Stunde zu decken. Entnehmen Sie ca. 6-7g der Mischung. Dabei müssen Sie daran denken, dass die Dosierung nach Volumen erfolgt. Wenn das Pulver zu grob ist, wird das Ergebnis ein Espresso mit wenig Crema und wenig Aroma sein. Drücken Sie das Kaffeemehl kraftvoll und gleichmäßig mit dem Anpresskegel in den Filter. Diese Handlung ist grundlegend!
Reinigen Sie die Filterränder sorgfältig bevor Sie den Filter in die Maschine einführen. Filter und Filterhalter müssen immer warm gehalten werden. Versichern Sie sich, dass das Wasser 95° und 9 Bar aufweist. Wenn diese Parameter geringer sind, wird man einen unterdosierten Espresso erhalten. Im umgekehrten Fall, wird der Espresso eine braune Crema und holzigen, markant bitteren Geschmacks aufweisen - typische Eigenschaften eines überdosierten Espresso. Nehmen Sie eine vorher aufgewärmte Tasse und stellen Sie sie unter den Auslauf. Dann betätigen Sie den Wasserdurchlauf und in nicht weniger als 20 und nicht mehr als 30 Sekunden werden Sie 30-40 ml eines sirupartigen Getränks erhalten, welches mit einem anhaltenden, 2-3 mm hohen Schaum bedeckt ist. Die Farbe erinnert an Nuss, tendierend zum Mohrenkopf, durchzogen mit helleren Streifen: "der perfekte Espresso".
Das aufschäumen der Milch
Beim Aufschäumen der Milch ist das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten die Hauptsache. Zum Aufschäumen eignet sich am besten H-Milch mit 1,5 % oder 3,5 % Fettanteil. Füllen Sie den Aufschäumbecher ungefähr zu 1/2 mit kalter Milch.
Tipp: Legen Sie den Aufschäumbecher in den Kühlschrank, da sich die Temperatur des Aufschäumbechers auch auf die Temperatur der Milch auswirkt. (je kälter die Milch, desto später wird der Siedepunkt 65°-70° erreicht, desto mehr Zeit bleibt zum Aufschäumen)
Tauchen Sie nun die Dampfdüse der Maschine in die Milch und drehen das Dampfventil langsam auf. Es ist wichtig die Dampfdüse nur in die Oberfläche der Milch zu halten, so dass Luft untergewirbelt wird und ein zischendes Geräusch zu hören ist. Nachdem sich eine gewisse Menge an Schaum auf der Milch befindet, können Sie mit der Dampfdüse tiefer in die Milch eintauchen, um die Konsistenz des Schaums zu verbessern.
Hinweis: Die Milch sollte nicht kochen, sondern nur gut 60° heiß sein. Zum Überprüfen der Temperatur eignen sich diverse Cappuccinothermometer hervorragend.
Der Cappuccino
Schäumen Sie die benötigte Menge an Milch auf, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben. Bereiten Sie einen Espresso in einer Cappuccino-Tasse zu. Gießen Sie nun die erhitzte Milch vorsichtig mit einer rhythmischen Bewegung des Handgelenks in die Tasse, so dass der Schaum langsam in die Tasse gleitet.
Tipp: Sie können den Cappuccino mit verschiedenen Geschmacksirups verfeinern, allerdings wird der original Geschmack des Kaffees hierdurch verfälscht.
Der Latte Macciato
Der Unterschied zum Cappuccino besteht darin, dass der Latte Macchiato in einem Glas, das nicht mehr als 1/4 Liter messen sollte, serviert wird und dass er herrlich anzusehende Farbunterteilungen hat. Schäumen Sie die benötigte Menge Milch auf, wie beim Cappuccino. Die Aufteilung eines Latte Macchiato besteht in der Regel zu 2/3 des Glases aus erhitzter Milch, das restliche Drittel teilt sich auf in die Kaffeemenge eines Espressos und Milchschaum. Nachdem Sie das Glas mit der erhitzten Milch und dem Milchschaum befüllt haben, lassen Sie den Espresso vorsichtig (nicht zu schnell und nicht zu langsam), mit Hilfe eines kleinen Milchkännchens über den Innenrand des Glases hinein laufen.
Hinweis: Die Temperatur der erhitzten Milch muss niedriger sein als die Temperatur des Espressos. Nur so und mit ein wenig Geschick kommen die verschiedenen Schichten zustande.
